
Nachwuchssurfer- sie waren übrigens hin und weg von unserem SonyEricsson-Vivaz, so dass wir ihnen erst mal alle Bilder zeigen mussten
Weiter ging es über Nordhoek, wo wir einen gigantischen, wilden Strand entdeckten über den Chapmans Peak (im Reiseführer als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt angepriesen) nach Camps Bay. Den Chapmans Peak sind wir zwar schon mal gefahren, als es zum Kap der guten Hoffnung ging, aber sei es drum- doppelt hält manchmal besser und an manchen Dingen dieser Welt kann man sich einfach nicht satt sehen.
In Camps Bay- auch hier waren wir schon mehrfach, ihr erinnert euch
, genossen wir an der belebten Strandpromenade den Sonnenuntergang bei einem Cocktail. Ein Aperitif sozusagen, denn es galt den Magen zu öffnen für ein reichhaltiges Mahl.
Für den letzten Abend hatten wir uns einen Tisch im Africa Café reserviert, einem typisch afrikanischen Restaurant. 16 kleine Speisen wurden uns gereicht, so dass wir uns durch die ganze kulinarische Vielfalt Afrikas testen konnten. Lecker!
Und hier holten uns die Geschehnisse auch wieder ein: Am Nebentisch saß eine Familie aus Neuseeland mit zwei kleinen Jungs. Als wir sagten, dass wir aus Deutschland kämen, nickte Jamie, der vier Jahre alte, jüngere von beiden wohlwissend. Seine Mutter versuchte hektisch ihn zum Schweigen zu bringen, aber da sprudelte es bereits aus seinem Mund: “Germany, yes I know Germany. Germany lost 0:1 against Spain.” Wir lächelten und hielten uns noch tapfer.
Als wir gehen wollten, wollte uns aber noch eine Angestellte in ein Gespräch verwickeln. “Oh, ihr seid aus Deutschland?” – “Ja, sind wir.”- “Oh, ihr spielt morgen im Verlierer-Finale, nicht wahr?” …
Und dann war er rum, unser letzter Tag in Kapstadt, nun geht es nach Johannesburg. Zehn Tage Cape Town, wie verflogen. Den Eindruck, den die Stadt gleich am ersten Tag auf mich gemacht hat, hat sie in den folgenden Tagen bestätigt: Kapstadt ist alles. Alles gleichzeitig. Ruhig und hektisch, laut und leise, afrikanisch und europäisch, manchmal auch amerikanisch, arm und reich, weiß und schwarz, fröhlich und trist, laut und leise. An jeder Ecke spürt man hier das Leben in all seinen Facetten.
Im Gedächtnis bleibt vor allem der 4:0- Sieg gegen Argentinien, mein schönster aller schönen Tage in Kapstadt. Wie man WM-Feste feiert, weiß Kapstadt einfach. Es schien,als würde Kapstadt all seine vielfältige Energien bündeln und dann während der Spiele- egal ob im Stadion oder auf den Fan-Festen- explodieren. In meinem Kopf rast eine Achterbahn- so viele Erinnerungen und Eindrücke, so viele Erlebnisse, so viele Menschen. So viele Anekdoten, die ich euch noch erzählen könnte.
Zehn Tage Cape Town waren eine lange Zeit- da ist eben eine Menge passiert. Und doch war es nicht lang genug. Ich glaube, ich muss wieder kommen.


















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Liebe ANUSCHA,
heute um diese Zeit strahlst Du bestimmt wieder. Der 3.Platz, feine Sache. Deine Berichte sind sehr, sehr herzlich und schenken uns ein ganz buntes, unverzerrtes Bild – alles so nah.
Wir danken Dir und grüßen Dich herzlich
rumpeln!^^